Ein Ort der Erinnerung
Das NS-Regime eröffnete das Konzentrationslager Dachau am 22. März 1933 auf dem Gelände einer stillgelegten Pulver- und Munitionsfabrik. Am 29. April 1945 befreiten US-Truppen das Lager. In den zwölf Jahren dazwischen waren im KZ und seinen Außenlagern mehr als 200.000 Menschen aus über 40 Nationen inhaftiert. Mindestens 41.500 von ihnen kamen dort ums Leben.
Heute ist das ehemalige Lager die KZ-Gedenkstätte Dachau. Sie erinnert an die Menschen, die hier verfolgt, gefangen gehalten und ermordet wurden. Ein Besuch ist keine Besichtigung im üblichen Sinn. Er braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Ruhe.
Diese Website ist ein unabhängiger Besucherguide. Sie ist nicht die Website der Gedenkstätte, der Stiftung Bayerische Gedenkstätten oder der Stadt Dachau. Verbindliche Auskünfte gibt allein die Gedenkstätte.


Die Gedenkstätte heute
Die Gedenkstätte wurde am 9. Mai 1965 mit einer Dokumentarausstellung eröffnet. Sie geht auf die Initiative von Überlebenden zurück. Seit 2003 ist die Stiftung Bayerische Gedenkstätten ihre Trägerin.
Die Hauptausstellung befindet sich im ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Lagers und wurde am 2. Mai 2003 eröffnet. Ihr Leitmotiv ist der Weg der Häftlinge. Die Texte in der Ausstellung und im Außenbereich sind auf Deutsch und Englisch. Weitere Ausstellungen befinden sich im ehemaligen Lagergefängnis, in der rekonstruierten Baracke und beim ehemaligen Krematorium. Das Besucherzentrum am Eingang wurde am 29. April 2009 eröffnet.
Die heute sichtbaren Baracken sind Rekonstruktionen, keine Originalgebäude. Vor dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude steht das Internationale Mahnmal von Nandor Glid, eingeweiht am 8. September 1968. Die Seite zum Besuch der Gedenkstätte beschreibt das Gelände Ort für Ort.
Führungen ab München
Eine Führung in kleiner Gruppe mit Fahrt ab München und zurück. Auf dem Gelände dürfen nur von der Gedenkstätte lizenzierte Guides führen.
Von uns ausgewählte Touren, gebucht über GetYourGuide. Die Preise sind unverbindliche Ab-Preise in Euro (Stand Oktober 2026). Tippe auf eine Tour für aktuelle Verfügbarkeit und den Preis in deiner Währung.
Führungen ab München
Führungen zur KZ-Gedenkstätte Dachau ab München. Bitte prüfen Sie vor der Buchung bei der Gedenkstätte, ob der Guide auf dem Gelände führen darf.
Den Besuch planen
Die wichtigsten Angaben der Gedenkstätte, Stand Oktober 2026. Bitte prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben auf der Website der Gedenkstätte.
| Thema | Angaben |
|---|---|
| Eintritt | Frei, für den selbstständigen Besuch ohne Voranmeldung |
| Öffnungszeiten | Täglich 9 bis 17 Uhr, für Besucherzentrum, Gelände und Ausstellungen |
| Geschlossen | 24. Dezember (2026: 24.12.2026); kein regulärer Schließtag am Montag |
| Ehemaliger Krematoriumsbereich | Letzter Zutritt 16:30 Uhr |
| Audioguide | 5 €, ermäßigt 4 €, zuzüglich Pfand; ab 13 Jahren |
| Öffentlicher Rundgang | 4 €, 2,5 Stunden, auf Deutsch täglich um 12 Uhr, auf Englisch um 11 und 13 Uhr |
| Zeitbedarf | Etwa ein halber Tag für Gelände und Ausstellungen |
| Adresse für Besucher | Pater-Roth-Straße 2a, 85221 Dachau |
Freier Eintritt heißt nicht, dass alles kostenlos ist. Audioguide, öffentlicher Rundgang und Besucherparkplatz kosten gesondert. Karten für den öffentlichen Rundgang gibt es nur am selben Tag an der Information im Besucherzentrum, mindestens 45 Minuten vor Beginn. Eine Reservierung ist nicht möglich. Auf dem Gelände dürfen nur Personen führen, die von der Gedenkstätte lizenziert sind. Wenn Sie anderswo eine Führung buchen, prüfen Sie vorher die Lizenz bei der Gedenkstätte. Mehr dazu auf der Seite zu den Führungen.
Anreise ab München
Ab München Hauptbahnhof fährt die S-Bahn S2 Richtung Dachau und Petershausen. Die Gedenkstätte nennt als Richtwert etwa 25 Minuten bis Dachau Bahnhof. Von dort fährt der Bus 726 Richtung Saubachsiedlung in etwa 10 Minuten zur Haltestelle KZ-Gedenkstätte. Für diese Anreise aus München nennt die Gedenkstätte den Tarifbereich M-1, einschließlich S-Bahn und Anschlussbus. Die Parkplätze an der Gedenkstätte sind begrenzt und zeitweise belegt. Fahrpreise, Anfahrt mit dem Auto und Parkgebühren finden Sie auf der Seite zur Anreise ab München.
Respektvoll besuchen
Die Gedenkstätte hat eine Besucherordnung. Sie bittet um angemessene Kleidung und darum, Relikte und Exponate nicht zu berühren. Auf dem ehemaligen Lagergelände sind Rauchen, Essen und Alkohol nicht erlaubt. Musik oder Ton dürfen nicht über Lautsprecher abgespielt werden, Flaggen und Fahnen sind nicht gestattet. Hunde sind auf dem gesamten Gelände verboten, ausgenommen gekennzeichnete Blindenführ- und Assistenzhunde.
Private, nichtkommerzielle Fotos ohne Stativ sind im Außenbereich und in den Ausstellungen erlaubt, solange Sie andere Besucher nicht stören. Filmen im ehemaligen Krematorium ist ausdrücklich untersagt. Vom Besuch mit Kindern unter 13 Jahren rät die Gedenkstätte ab. Alle Einzelheiten, auch zu Barrierefreiheit und Gepäck, stehen auf der Seite zum Besuch der Gedenkstätte.


Die Stadt Dachau
Dachau ist auch eine Stadt mit eigener Geschichte. Altstadt, Rathaus, Stadtpfarrkirche St. Jakob, Schloss und Museen sind eigene Besuchsziele. Der Altstadtkern steht unter Ensembleschutz. Im Durchgang zu den Aussichtsterrassen hinter dem Rathaus erinnern Gedenktafeln an jüdische Dachauerinnen und Dachauer, die Opfer des Holocaust wurden.
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Dachau Sitz einer Künstlerkolonie. Die Gemäldegalerie und das Bezirksmuseum der Stadt sind für Besucher geöffnet. Die Neue Galerie ist seit dem 1. Mai 2025 geschlossen.
Die städtische Tourist-Information befindet sich am Karlsberg 1a im Zollhäuschen. Sie ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 14 Uhr und an Marktsonntagen von 11 bis 15 Uhr. Sie ist ein Angebot der Stadt und nimmt keine Buchungen für die Gedenkstätte entgegen.
Die Seiten dieses Guides
Geschichte, Besuch und Stadt, jeweils auf einer eigenen Seite.

Das Lager 1933 bis 1945
Die Geschichte des Konzentrationslagers Dachau, seiner Gefangenen und der verfolgten Gruppen, mit Daten.

Die Befreiung
Der 29. April 1945, die Todesmärsche davor und die Wochen danach.

Besuch der Gedenkstätte
Öffnungszeiten, freier Eintritt, Audioguide, das Gelände und die Besucherordnung.

Führungen
Öffentliche Rundgänge, Gruppenrundgänge und wie Sie die Lizenz eines Guides prüfen.

Die Altstadt
Rathaus, Stadtpfarrkirche St. Jakob und die Gedenktafeln.

Schloss Dachau
Festsaal, Hofgarten und Öffnungszeiten.

Die Künstlerkolonie
Die Maler von Dachau und die Museen, die ihre Werke zeigen.
Dachau: häufige Fragen
Ist der Eintritt in die KZ-Gedenkstätte Dachau frei?
Ja. Der Eintritt ist frei, für den selbstständigen Besuch brauchen Sie keine Voranmeldung. Audioguide, öffentlicher Rundgang und Parkplatz kosten gesondert.
Wann ist die Gedenkstätte geöffnet?
Täglich von 9 bis 17 Uhr. Am 24. Dezember ist sie geschlossen. Einen regulären Schließtag am Montag gibt es nicht. Letzter Zutritt zum ehemaligen Krematoriumsbereich ist um 16:30 Uhr.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Die Gedenkstätte nennt etwa einen halben Tag für Gelände und Ausstellungen. Ein kurzer Aufenthalt deckt nicht alle Inhalte ab.
Ist die Gedenkstätte für Kinder geeignet?
In ihren häufigen Fragen rät die Gedenkstätte vom Besuch mit Kindern unter 13 Jahren ab, die Besucherordnung nennt Kinder unter 12 Jahren. Minderjährige sollen in Begleitung Erziehungsberechtigter kommen. Bildungsangebote gibt es ausschließlich ab 13 Jahren.
Wie komme ich von München zur Gedenkstätte?
Mit der S2 ab München Hauptbahnhof bis Dachau, dann mit dem Bus 726 zur Haltestelle KZ-Gedenkstätte. Einzelheiten finden Sie auf der Seite zur Anreise ab München.
Ist dies die offizielle Website der Gedenkstätte?
Nein. Dies ist ein unabhängiger Besucherguide. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie direkt bei der Gedenkstätte.